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2016_HermeskeilWenn man im Vorfeld eines Besuchs im privaten Dampflokmuseum Hermeskeil die negative Bewertungen bei Google und Co. liest, weiß man, hier sind Fotografen bestens aufgehoben. Da kann man lesen: „jede Menge Alteisen“ und „das ist ein Dampflokfriedhof“. Und wenn man dann das Gelände betritt, kann man die „Eisenbahnfreunde“ verstehen, dass deren Herz blutet bei diesem Anblick. In dem alten Lokschuppen von 1888, der Drehscheibe und den sechs Abstellgleisen schmiegen sich über 50 Loks aneinander und rosten um die Wette. Das heißt nicht alle, ein paar sind auch restauriert oder werden gerade wieder mit einem neuen Anstrich verstehen. Doch der Lochfraß beherrscht die Szenerie, und hier und da hat sich schon ein Bäumchen den Weg durch das Gerippe gebahnt. 

Neben den Besuchern tummeln sich auch 30 Katzen auf diesem Abenteuerspielplatz. Nur haben diese den Vorteil, leicht genug zu sein, die Loks zu erklimmen, wovon man den Besuchern dringend abraten kann, denn ob die Tragfähigkeit ausreichend ist, wird man erst wissen, wenn man wieder unten ist, wie auch immer das geschieht.

Auch wenn uns Baureihen, technische Details und Besonderheiten weniger interessierten, sei nur  vermerkt, um nicht ganz so banausenhaft zu wirken, die älteste Lok ist von 1913, und der Großteil der Sammlung ist aus ehemaligen DDR-Beständen.

Wie einer unsere Mitglieder treffend sagte, er hat heute nur „Schrottfotos“ gemacht, kommen hier Fotografen, warum auch immer sie die Zerstörung so lieben, voll auf ihre Kosten. So auch die neun Mitglieder des Mainzer Fotoclubs, die am 10. April nach Hermeskeil fuhren. Das typische Aprilwetter forderte ganz schön, harte Schatten wechselten sich mit diffusen Lichtstimmungen ab. Wir fotografierten, bis wir Muskelkater im Zeigefinger hatten und die Speicherkarten überquollen. Mit Sicherheit wird es einen zweiten Besuch geben. 

Wer jetzt Lust bekommen hat, hier findet Ihr weitere Infos und die Öffnungszeiten: http://www.dmhk.de/


Das Thema hat durchaus Tradition, die Idee stammte vor Jahren von unserem Alt-Vorsitzenden Reinhold Schmelz, bei dessen Rundgängen wir allerdings damals nicht teilnehmen konnten. Nun gab es also eine Neuauflage mit unserem aktuellen Chef: Vom Treffpunkt Uniklinik führte uns Thomas Bartsch durch Mainz und dessen Vergangenheit. Straßennamen wie „Am Römerlager“, „Augustusplatz“, „Kästrich“, „Bastion Martin“ oder „Am Pulverturm“ zeugen von der Bedeutung der Stadt in der Römerzeit, im Mittelalter und bis ins 20. Jahrhundert hinein. 

Aktuelle Ausgrabungen, erhaltene Teile der ehemaligen Stadtmauern, die „Gaupforte“, aber auch den Stephansdom, den Ballplatz und natürlich die Mainzer Altstadt haben wir uns mit unserem stadtkundigen Reiseleiter angeschaut. Es war nicht zu übersehen, dass Thomas ein lebhaftes Interesse an der Mainzer Geschichte und dazu ein immenses Wissen hat, das er uns in seiner knappen, präzisen Art sehr kurzweilig vermitteln konnte. Wer die Schilderung der Pulverturm-Explosion miterlebt hat, wird einen Gang über den Ballplatz in Zukunft etwas anders wahrnehmen. Natürlich fehlten auch die Hinweise auf interessante fotografische Stellen nicht bei diesem tollen Rundgang.

Die Empfehlung von Thomas, beim Schlendern durch die Stadt auch mal nach oben zu schauen – man entdeckt z. B. steckengebliebene Kanonenkugeln, Befestigungen von Straßenbahnoberleitungen in der Altstadt und dergleichen mehr – werde ich ganz sicher befolgen… Alles in allem ein sehr informativer und gelungener Nachmittag! Wer nicht dabei sein konnte, sollte das unbedingt an einem andern Termin nachholen!


2016_Susanne Mecklenburg„Shanghai […] ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und eine der größten Städte der Welt. Zu Shanghai gehören außer der Innenstadt mit etwa 15 Millionen Einwohnern zahlreiche umliegende, bis 50 km entfernte Stadtbezirke mit weiteren etwa 8 Millionen Einwohnern. Während die Innenstadt eine hohe Bebauungsdichte und geschlossene Siedlungsform hat, dominiert in den Randbezirken ländliche, eher provinzielle Siedlungsstruktur. Von den insgesamt etwa 23 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2010) sind 15,9 Millionen registrierte Bewohner mit ständigem Wohnsitz und 7,1 Millionen temporäre Bewohner mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung.“ (Wikipedia). Und eine davon war unser Mitglied Susanne Mecklenburg. Sie war für 3 Jahre beruflich in dieser Stadt und zeigte am 21. März beeindruckende Fotos ihres Aufenthalts.

Stilecht begrüßte Sie in chinesischer Sprache die versammelte Zuhörerschaft. Sie zeigte vier kleine AV-Shows mit moderner und traditioneller Architektur und deren Bewohner. Unterlegt waren die Bilder mit modernen chinesischen Popsongs und gaben einen Einblick in diesen urbanen Riesen. Besonders beeindruckend fand ich die Aufnahmen der gegenüberliegenden Skyline, das Spiel der Farben, auch der Blick auf die einfachen Holzbebauungen an den zahlreichen Kanälen.

Danke an Susanne für den kurzweiligen Vortrag!


2016_01_19_Mario_Andreya_luftbild-grosser-feldbergAm 7. März 2016 besuchte uns an unserem Clubabend Mario Andreya als Gastreferent (www.vonganzoben.de). Im Gepäck hatte er ein ausgefallenes, aber dennoch hoch-aktuelles Thema: die Luftbildfotographie mit Multikoptern. Dieser Bereich der Fotographie zieht zwar diverse rechtliche und finanzielle Hürden nach sich, zeichnet sich jedoch durch ungewöhnliche und einzigartige Ergebnisse aus, die ohne Fluggerät nicht möglich wären.
 
In die Ausrüstung muss zunächst ein nicht unerheblicher Betrag investiert werden. Darüber hinaus fallen Gebühren für Genehmigungen bei verschiedenen Behörden an und es muss z. B. eine entsprechende Haftpflichtversicherung vorliegen. Auch gilt es, bei den Flügen diverse Regeln und Gesetze einzuhalten. So ist jeder Flug nach Einholen der allgemeinen Erlaubnis nochmals beim Ordnungsamt, der Polizei sowie der Feuerwehr anzumelden. Wichtig ist es, bei den Flügen vorgegebene Sperrzonen einzuhalten. Außerhalb dieser sind max. 100 Meter Steighöhe erlaubt. Und zu guter letzt muss natürlich auch der Grundstückseigner sein Einverständnis geben.
 
Nach den zahlreichen Formalien kann jedoch das Vergnügen losgehen. Die modernen Multikopter sind mit zahlreichen Assistenz-Systemen ausgestattet und erlauben auch Anfängern einen schnellen Einstieg in die Bedienung. So verfügen aktuelle Geräte u. a. über eine Verfolgungs-Funktion, die immer der Fernbedienung folgt. Auch können bestimmte GPS-Koordinaten oder der Startplatz wieder angeflogen werden, z. B. bei einem Ausfall der Funkverbindung.
 
Allerdings ist der Spaß nur von kurzer Dauer: Eine Akku-Ladung reicht lediglich für 12 bis 18 Minuten Flugzeit. Im Verhältnis zur ausführlichen Vorbereitung, Planung der Flugroute und dem umfangreichen Genehmigungsprozess erscheint dies zunächst kaum für den Aufwand zu entschädigen. Die uns von Mario Andreya jedoch gezeigten Aufnahmen verdeutlichten ein anderes Bild: sehr faszinierende und durch die ungewöhnliche Perspektive fesselnde Bilder, die bei weitem nicht alltäglich sind.

Unter dem Thema: „Beobachten, dokumentieren, experimentieren“ zeigen Rudolf Ganz, Martin Höcker, Michael Kanitz und Peter Sikora eine Auswahl von 28 Fotografien. Dokumentation und Kunst, der Mensch in seinem Umfeld, spontane Experimente und das Festhalten des Augenblicks sind Themenbereiche, mit denen sich die Künstler auseinandergesetzt haben.
 
Vernissage: 2. April 2016, 19.00 Uhr - Es spielt: Gerd Isselhardt, Pianist und Klavierpädagoge
 
Öffnungszeiten: mittwochs 19.00 – 21.30 Uhr, samstags und sonntags 14.00 – 17.00 Uhr
Adresse: Wilhelmstraße 33a,  55246 Mainz-Kostheim
 

2016_Lomo_Robin_StegeEs ist soweit, seit Samstag den 13.02.2016 hat das Lomo nach der 5. Jahreszeit wieder regulär und frisch renoviert geöffnet. Mit dabei sind acht Bilder von unserem Mitglied Robin Stege. Die Aludibondbilder, wurden bei unserem Sponsor Charly Engel hergestellt und werden ca. drei Monate hängen.

Lomo - Ballplatz 2 - Mainz


2015_Sascha_Kopp_AZ_MainzWie ist das, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann? Der Referent unseres Clubabends zeigte uns, dass dies möglich ist: Sascha Kopp, Bild-Journalist der Allgemeinen Zeitung. Sascha Kopp ist seit 30 Jahren Bild-Journalist. Und das in fester Anstellung. In den Anfangsjahren in Wiesbaden, seit 25 Jahren bei der Allgemeinen Zeitung in Mainz.

Locker und kurzweilig berichtete er aus seinem Berufsalltag. Sein Beruf ist für ihn sein Traumberuf. Mit Herzblut ist er dabei – und das strahlt er auch aus. Seine Leidenschaft fürs Fotografieren kann er beruflich ausleben. Sein Beruf führt ihn dabei auch zu Plätzen und Begegnungen, die für uns Hobbyfotografen nicht zugänglich sind, und von denen wir nur träumen können. Das hat bei uns zugegebenermaßen schon den einen oder anderen sehnsuchtsvollen Blick ausgelöst. Beispielsweise bei seinem Bericht über seine Foto-Reportage beim Aufsetzen der Mainzer Domspitze.

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Unser Clubabend lockt immer mehr Gäste an. Das ist toll, doch kann es auch schon mal passieren, dass dann die Sitzplätze nicht ausreichen. Die Überraschung beim jüngsten Clubabend: Die Firma Büro Jung spendete uns 22 Stühle, die wir freudig-erschöpft hoch in unseren Clubraum in den vierten Stock des Turmes trugen. Nach kurzer Verschnaufpause konnten wir dann auch alle auf neuen, zusätzlichen Stühlen unser montägliches Treffen bequem und sitzend genießen.


Irgendwas müssen wir richtig gemacht haben, das Interesse am Fotoclub Mainz und seiner Clubabende ist ungebrochen. Am letzten Clubabend drängten sich 38 Zuhörer in unseren Clubraum im Eisenturm. Um zukünftig der Enge zu entfliehen, waren wir auf der Suche und sind im Restaurant Schwayer (Göttelmannstraße 40 / Volkspark) fündig geworden. Für die ersten 3 Clubabende 2016 haben wir einen Raum reserviert. Dieser bietet uns neben mehr Platz weitere Vorteile: 1. der Zugang ist ebenerdig, also kein Treppensteigen, 2. kostenlose Parkplätze am Volkspark, 3. es gibt keine Raummiete, der Wirt hat den Umsatz. Der Raum steht uns ab 18:30 Uhr zur Verfügung, Zeit, um noch was zu essen. Um 19:30 Uhr beginnen wir dann mit unserem Clubabend, open end. Wir testen dieses Arrangement aus und sehen dann weiter.

Zurück zu unserem letzten Clubabend: Claus Hammer hielt einen Vortrag zum Thema Fotobücher und Kalender. Er beschrieb die unterschiedlichen Herstellungsverfahren, gab einen Überblick über die Hersteller und Angebote. Da einige Mitglieder auch schon Erfahrungen hatten, gab es auch einen regen Erfahrungsaustausch. Zur Veranschauung hatte uns Charlie Engel 2.0 Musterbücher zur Verfügung gestellt.

Abschließend wählten wir an diesem langen Clubabend noch das Bild des Monats und schauten uns Fotos an, die bei einer Fotoreise einiger Mitglieder nach Paris entstanden sind. 


2015_Völklingen_GruppenbildKeine Ahnung, ob man nach drei Jahren schon von einer Tradition sprechen kann, aber wir sind auf dem besten Weg dahin. Zum dritten Mal machten wir einen Wochenendausflug. Wir nutzten in diesem Jahr den Tag der Deutschen Einheit für unseren Fotoausflug ins Saarland. 20 mehr oder weniger junge Mitglieder fuhren so am 3. Oktober 2015 zur 1873 gegründeten Völklinger Hütte.

Fotografen lieben Industrieruinen und rostigen Stahl. Bis die Produktion 1986 nach Dillingen verlegt wurde, wurde in der Völklinger Hütte in sechs Hochöfen Stahl gekocht. Und 1994 wurde das stillgelegte Stahlwerk, welches mitten in der Stadt liegt, zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt, ein weiteres Kapitel der wechselvollen Geschichte der Hütte und des Saarlandes.

2015_Völklingen_Markus_Karl_4Auf dem weitreichenden Gelände ist neben den musealen Dauerausstellungen zur Geschichte der Hütte und der Gründerfamilie auch Platz für Wechselausstellungen. So wurde in der Möllerhalle die internationale Kunstausstellung „Urban Art“ gezeigt. In der riesigen Gebläsehalle mit den mächtigen Generatoren ist die Ausstellung „Schädel“ zu sehen. Doch die Ausstellungen nahmen unsere Fotografen nur am Rande wahr, vielmehr lockten die Unmengen an Fotomotiven, die an einem Tag gar nicht zu schaffen waren.

Die einen erklommen die 27 Meter hohe Gichtbühne, von hier wurden die sechs Hochöfen bestückt, und hatten einen tollen Rundumblick über diesen Stahlmoloch, dem Gewirr aus Rohren und allem, was man braucht, um Stahl herzustellen. Die anderen zog es ins Paradies, eine gelungene Inszenierung, wie sich die Natur die Industrieruine zurückerobert.

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