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2018_Freilichtmuseum Thomas BartschTreffpunkt: 9:00 Uhr am Mainzer Hauptbahnhof unter der Hochstraße. Es geht ab nach Bad Sobernheim zum Freilichtmuseum. Ein Gros der Teilnehmenden kommt direkt dort hin, Drei Autos, gut besetzt mit Fotoclubbern, düsen, wie schon erwähnt, um 9:00 Uhr in Richtung Bad Kreuznach und noch weiter. Fünfzehn Personen und ein Kind ist unsere Gruppe letztendlich groß-. (wir laufen unter dem Pseudonym: "Die Fotografen").

Wie immer sind wir Kinder im Glück, denn es waren mindestens drei Hochzeiten, Trauungen, Vermählungen im Gange. Diese hatten leider ihre eigenen Fotografen mitgebracht. (Wie schade, wir hätten das mit Links noch mit gemacht.) Und auch das wäre in Schwarz/Weiß zu bewältigen gewesen. 

Alle sind scharf aufs Fotografieren. Und das Motto heute ist: Schwarz / Weiß. Wenn auch einer meint "schwarz ist bunt genug" - Schwarz ist keine Farbe! Weiß auch nicht! In schwarz/weiß zu fotografieren kommt der Bezeichnung Fotografieren wortwörtlich nahe. Die Fotos werden grafisch. Es muss allerdings nicht "zweitönig" werden, also: schwarz und weiß. Nein, zwischen Schwarz und Weiß gibt es so viele Nuancen wie zwischen Himmel und Erde. Graustufen nennen die Experten diese Abstufungen. 

Nun, von diesen Nuancen oder Abstufungen sind in Bad Sobernheim eine Menge zu finden. (Zwar nicht nur dort, aber dort waren wir eben.) Eigentlich war alles in Farbe. Die Sonne schien, der Himmel war blau ohne weiße Unterbrechung, die Bäume und das Gras waren grün. Die Portugieser Trauben waren tiefrot, auch die Äpfel waren rotbäckig. Kurz, es war nichts schwarzbunt. Andererseits waren die Fachwerkhäuser mit ihren dunklen Stützbalken im weiß getünchten Lehm schon mehr zum schwarz-weißen getrimmt und dafür auszunutzen. Die Wäscheleine, die voller weißer, gebleichter Wäsche hing, war ebenfalls ein Motiv für unser Motto. (Aber: schwarz ist bunt genug) Der Hahn mit seinem bunten Schwanz war offensichtlich nicht das richtige Motiv. Ebenfalls seine Hühnerschar nicht. 

Man könnte meinen, dass das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim ein El Dorado für Buntfanatiker ist. Jedoch: der Schwarz/weiß-Fotograf sieht das anders. Die große Anzahl Abstufungen geben dem Fotografen reichhaltige Möglichkeiten der Darstellung ausgesuchter Objekte. In diesem Zusammenhang kann auf die ehemalige Druckwerkstatt - gestiftet von einer Zeitung - verwiesen werden. Dort war alles schwarz-weiß. - Im Druck! Doch nicht in der Meinung! - ? 

Das Wetter war wunderbar. Frau und Mann auch, konnte ins Schwitzen kommen, ohne sich sehr anzustrengen. Deshalb war es bestimmt auch notwendig den Mühlenteich einzuzäunen. Denn, wie gerne hätte sich so mancher ein kühles Bad darin gegönnt. Es war auch ein Jammer für Buntfotografen, die den sich spiegelnden Himmel im Teich sahen. Und die Schilfrohrkolben mit ihrem satten Dunkelbraun, das Schilfrohr mit seinem unwiderstehlichen Beige, eventuell vorbeikommende Libellen in Rot, Grün  oder Blau mussten sie in schwarz-weiß darstellen. Wir waren ja in schwarz/weiß unterwegs. Hätte es doch geregnet oder es wäre durch Wolken nur diffuse Belichtung vorhanden gewesen....

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